Ich freue
mich auf
deine
Nachricht!
Wer hat gesagt, dass sich so ein Jahresanfang nach Neustart anfühlen sollte? Schauen wir in die Natur, ist diese noch im tiefsten Winterschlaf. Aus unserem natürlichen Rhythmus heraus schreit nichts in uns „aufwachen“, „anstrengen“ oder sogar „eine neue Persönlichkeit werden“, die plötzlich keinen Zucker mehr isst, keinen Alkohol trinkt oder vom Couch-Potatoe zum Langstreckenläufer mutiert.
Es kostet uns so viel mehr Anstrengung, gegen unsere eigene Natur zu kämpfen, wenn wir ausgerechnet jetzt die große Änderungsmaschine anwerfen wollten.
Diese Erkenntnis könnte bereits zu mehr Mitgefühl uns selbst gegenüber führen, statt noch einen Eimer Unzufriedenheit über uns auszukippen, weil es nicht klappen wollte oder schon wieder vorüber ist. Vielleicht weil uns ganz einfach (noch) die Kraft dazu fehlt.
Vielleicht aber auch, weil wir anerkennen dürfen, dass wir unser Selbst aus dem alten Jahr immer mitnehmen. Und genau mit diesem Frieden zu schließen, ohne dem (häufig von außen initiierten) Impuls zu folgen, etwas an uns verändern zu müssen.
Wie es der Winterwald uns vormacht: unter der Erde sammelt sich Kraft. Nichts drängt. Nichts muss jetzt schon sichtbar sein. Auch wir dürfen spüren, dass vielleicht gerade nichts nach Veränderung ruft, sondern nach Pause. Frieden beginnt nicht mit Veränderung, sondern mit Annahme von allem, was ist. Aus dieser Ruhe heraus darf sich vielleicht etwas zeigen – ohne Ziel, ohne Vorsatz. Eher ein leiser Impuls, ein Gefühl oder ein Wort. Das ist unser Sankalpa: eine Intension, ein Herzenswunsch, ein Versprechen an uns. Es wächst nicht aus Druck, sondern aus Zuhören. … und der nächste Frühling zum Erblühen kommt bestimmt. Sei gut zu dir!
