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Im Yoga sagen wir so gern: alles ist untrennbar miteinander verbunden. Doch wie oft fühlen wir uns mehr wie ein Alleinkämpfer?
Dieses Gefühl verbindet die tantrische Yogaphilosophie mit MAYIYA MALA. Es lässt uns Unterschiede sehen. Wir vergleichen uns oder fühlen uns getrennt. Durch Mayiya Mala erleben wir die Welt als aufgeteilt in: ICH und die ANDEREN. Ein Gefühl, das eher Kampf oder Neid als Verbundenheit in uns auslöst.
Können wir uns dennoch für den Gedanken öffnen, dass es eine Verbindung zwischen uns allen gibt? Manchmal kommt jemand in den Raum und wir spüren schon, wie es der Person geht, noch bevor sie ein Wort gesprochen hat. Manche Menschen lassen uns allein durch ihre Anwesenheit weicher werden, während wir uns bei anderen unwillkürlich anspannen. Vielleicht müssen wir nicht alles erklären können, um anzuerkennen, dass wir auf subtile Weise miteinander in Beziehung stehen.
Im Anusara Yoga steht unsere Körperrückseite als universelle Seite für die Verbindung zur Welt. Die Vorderseite als individuelle Seite ist diejenige, mit der wir uns identifizieren: unser Gesicht, Persönlichkeit, Emotionen. Hier erleben wir Unterschiedlichkeit. Die Rückseite entzieht sich dieser Identifikation meist: Wir sehen sie nicht direkt. Wir präsentieren sie nicht. Wir definieren uns selten über sie. Dadurch erinnert sie uns an den Aspekt im Leben, der größer ist als unsere persönlichen Unterschiede: nämlich, dass wir alle verbunden und durch die Gemeinschaft getragen sind. Nicht umsonst nutzen wir die Redenwendung: „Es steht jemand hinter uns“ für mentale Unterstützung.
Eine Yogapraxis, in der wir uns stärker an unsere Körperrückseite, ihren tragenden Charakter und diese Kontaktfläche zu Welt erinnern, kann eine sehr berührende Erfahrung sein.
Kannst du in diesem Moment deinen Rücken wahrnehmen? Ihn mit deiner nächsten Einatmung von innen sogar etwas weiter werden lassen? Um dich ein wenig in diesen Raum zurücklehnen zu können? Vielleicht kann aus dem Kontakt zu dir selbst eine Erinnerung an die Verbindung zu deiner Umwelt entstehen, in die auch du dich hineinlehnen darfst.
